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Heringe satt - Heringsessen des Skiclub Friedberg am Aschermittwoch (20.02.2026)
Friedberg - Auch nach der Fusion des Skiclub Friedberg (SCF) mit der Turngemeinde Friedberg (TG) im Frühjahr vergangenen Jahres wurde die lange Tradition des Skiclub-Heringsessens am Aschermittwoch beibehalten. Einziger Unterschied: Veranstalter ist nun die „Abteilung Skiclub“ der Turngemeinde.
Doch auch unter den neuen Bedingungen war die beliebte Veranstaltung einmal mehr restlos ausverkauft. Dazu kamen im Tagungszimmer des Skiclubs einige Mitglieder der Katholischen Vereinigung „Schwarze 7“, die traditionell im abseits des Trubels die Heringe genießen.
Die vollzogene Fusionierung war bei der Begrüßung durch Stephan Adam, dem ehemaligen SCF-Vorsitzenden und nun TG-Abteilungsleiter Skiclub, kein Thema mehr. Vielmehr freute er sich, dass der Saal wieder bis auf den letzten Platz besetzt war.
Ein besonderer Dank ging an die bewährte Küchencrew sowie an alle, die beim Aufbau geholfen haben und hinter der Theke aktiv sind. „Unsere Heringe sind von zarten Händen nach Hausfrauen Art zubereitet, so wie es früher genannt wurde“, konstatierte Adam, der kurz die Sponsoren des SCF begrüßte. Dann gab er das von den hungrigen Gästen schon erwartete Kommando: „Kartoffeln Marsch“.
Es dauerte nicht lange, da waren die heißen Pellkartoffeln verteilt. Der leckere Heringssalat wartete bereits auf den Tischen auf seine heiße Beilage. Einmal mehr hatte die bewährte „Skiclub-Schnippeltruppe“ am Faschingsdienstag den Salat aus 40 Kilo Heringsfilets, Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgurken sowie süßer und saurer Sahne, Joghurt, Milch und einigen „streng geheimen Zutaten“ hergestellt. Für „Nicht-Fisch-Esser“ war mit Rippchen mit Kraut für adäquaten Ersatz gesorgt.
Nachschub war natürlich reichlich vorhanden, so dass alle satt wurden. Nach dem opulenten Mahl gab es erneut viel Beifall für die „Heringssalatmacher“, bevor Adam den „zweiten Hering“ des Abends ankündigte.
Auch in diesem Jahr war der Ex-SCF-Vorsitzende Dirk Pfannmüller in die Rolle des Herings geschlüpft, um in seiner traditionellen Heringsrede auf das vergangene Jahr zurück zu blicken. „Als Hering grüß‘ ich Euch mit einem letzten Helau an Aschermittwoch hier im Seewiesen-Bau“, begann Pfannmüller seine Rede in der er zunächst auf das Heringsessen einging und insbesondere Kerstin und Peter Achard für die Organisation des Events dankte, bevor er auf eine besondere Hochzeit einging: „Er, Skiclub 75 Jahr‘ alt und würzig/ Sie, TG Friedberg, von 1845! Dreimal so alt, mer wunnert sich, aber dennoch, sie lieben sich!“
Vieles habe sich zum Positiven gewendet, selbst Baby- und Kleinkinderturnen gebe es nun im SCF-Heim, das auch Teil des kürzlich vorgestellten neuen Seewiesen-Gestaltungskonzepts der Stadt sei, so der Hering, der sich darauf freut im dann vorhandenen Teich schwimmen zu können.
Ansonsten gefiel ihm das Konzept nicht so ganz und er gab der Verwaltung einen Tipp: „Und ich rat‘ Euch, liebes Rathaus, habt nur Mut/ und sprecht zuerst mal mit denen, die des was angehe tut!“ Lang war der Beifall für die Heringsrede, die traditionell mit einem dreifachen „Ski Heil“ endete.
Tradition beim Heringsessen ist auch ein „Showeinlage“. „Wir wollten ja Helene Fischer auftreten lassen, die konnte aber nicht“, meinte Peter Achard in seiner Anmoderation. Stattdessen tanzten sieben „junge Frauen“ zu einem Hitmedley des Schlagersuperstars. Es war dies der diesjährige Showtanz des Oldie- Balletts der KV Schwarze 7, die begeistert gefeiert wurden und sich mit der verdienten Zugabe verabschiedeten.
Text und Fotos: Harald und Loni Schuchardt